wellness
In Rosenblüten baden
Entspannung pur bieten die Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach
Neben den klassischen Kuren setzt Bad Elster und Bad Brambach in Sachsen in der
Kurklinik auf Wohlfühlangebote. Gesundheitsprogramme, wie „Job – Fit“ sind auf die
spezifischen Beschwerden bestimmter Berufsgruppen abgestimmt.
Entdeckt wurde die wohltuende Wirkung der Mineralsalze in der Säuerling-Quelle im sächsischen Bad Elster bereits im Jahr 1538. Richtig berühmt jedoch wurde der vogtländische Kurort erst mit der Eröffnung der ersten Badesaison durch die Sächsische Königsfamilie um König Friedrich August II. Im Jahr 1848. Heute bietet Bad Elster Naturheilung mit seinen elf Heilquellen: Trinkkuren zur Heilung von Stoffwechselstörung, Nierenerkrankung und Harnwegserkrankung. Hier gibt es Sprudelbäder mit Mineralstoffe gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Schlamm aus dem Moor von Bad Elster hilft in Bädern und Packungen gegen Rheuma, Arthrose und Frauenleiden.
Im 15 km entfernten Bad Brambach wird seit etwa 100 Jahren gekurt. Dort sprudelt aus sechs Quellen Heilwasser mit Mineralien, Eisen und Kohlendioxid. Eine Besonderheit ist hier die hohe Radon-Konzentration. Das Edelgas soll den Zellstoffwechsel aktivieren, bei Gewebe-Erkrankungen die Regeneration unterstützen und die Beschwerden bei rheumatischen Erkrankungen lindern. Bei der Investierung und Bausanierung in die beiden Sächsischen Staatsbäder wurde vor allem Wert gelegt, auf die Sanierung und Erweiterung der historischen Kureinrichtungen, der typischen Bäderarchitekturen, den Ausbau des Parks sowie die technische Modernisierung der Anlagen. 1999
wurden in Bad Elster die neuen Bade- und Saunaanlagen „Elsterado“ eröffnet. Ein Jahr später erhielt Bad Brambach ein neues Kurmittelhaus mit „Aquadon“, mit Bade- und Saunalandschaften.
Um die Kurort-Tradition mit den modernen Ansprüchen der Touristen zu verbinden, bieten die Bäder neben klassischen Kuren auch zahlreiche Wohlfühl-, und Aktivprogramme. Für Abwechslung sorgen dabei verschiedene Freizeit- Sport- und Kulturangebote. Im König-Albert-
Theater finden unter anderem klassische Konzerte, Kabarett- und Volksmusik-Veranstaltungen statt. Ruhe und Entspannung verspricht ein Aufenthalt in den „Wohlfühlbereichen“ im historischen
Albert-Bad in Bad Elster oder im Kurmittelhaus Bad Brambach. Verwöhnen lassen kann man sich hier etwa mit Rosenblütenbädern, Schokoladenbädern, Aromatherapy sowie Kaffee-Peelings. Zu den Angeboten aus dem Bereich Kosmetik gehören Algenbehandlung sowie Shi Tao, eine asiatische
Schönheitspflege mit warmen Steinen. Für bestimmte Berufsgruppen wurden unter dem Namen
„Job – Fit“ berufsspezifische Gesundheitsprogramme entwickelt, die auf die spezifischen Beschwerden der jeweiligen Berufsgruppe abgestimmt sind.
Infos zur Region: Sächsische Staatsbäder GmbH Badstraße 6 08645 Bad Elster
Quelle: Saarbrücker Zeitung
Hamam das orientalisches Dampfbad
Im Hamam lässt sich die Körperkultur des Morgenlandes erleben. Früher ging man zur Erholung in die Sauna. Heute locken zur Entspannung Beautyfarmen und moderne Badetempel. Altbewährt und doch weiterhin voll im Trend ist der Hamam. Ideal für die Erholung ist das orientalische Dampfbad mit einer Jahrhunderte alte Tradition aus dem arabischen Raum. Hier ist nicht wie in der finnischen Sauna das Schwitzen das Wichtigste. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr
hoch und mit 40 Grad Celsius ist die Temperatur moderat. Die Haut wird auf das bevorstehende
Waschritual vorbereitet. Hamam bedeutet „warmes Wasser“. Zu diesen Wellness – Erlebniss gehören eine intensive Waschprozedur und Massageprozedur. Den Künsten des Tellak verdankt
man den Erholungseffekt. Er ist ein speziell ausgebildeter Bademeister und verwöhnt mit angenehmen Einseifungen, Körperpeelings und Massage. Der Körper wird zwischendurch immer wieder mit Wasser übergossen und der Kreislauf angeregt. Körper und Seele werden wach gehalten und man fühlt sich wie neugeboren. Den Vorbereitungsraum betritt der Gast mit
einem Lendentuch bekleidet. Wassergüsse und hohe Luftfeuchtigkeit machen die Haut geschmeidig. Nach einer Zwischenstation (Hararet) wartet im Hauptraum (Ovmalik) der Tellak,
der den Gast mit beheizten Marmor – Steinen behandelt. Danach erfolgt eine Entspannungsphase
und der Gast bekommt Tee oder kalte Getränke gereicht. Früher besuchte die moslemische Bevölkerung meist vor dem Freitagabendgebet den Hamam um sich gründlich zu reinigen.
Einen kommunikativen und spirituellen Zweck erfüllte dabei das Bad. Früher wurde streng auf
die Trennung der Geschlechter geachtet. Heute sind die Regeln weniger streng und in Deutschland gibt es oft in gemischtes Publikum. Menschen mit Hauterkrankung oder Kreislaufbeschwerden sollten vor dem Hamam mit einen Arzt sprechen.

















